Fragen zur Photovoltaik
Häufige Fragen zur PV-Anlage
Die Antworten gelten für Anlagen auf Wohn- und Gewerbegebäuden im Siegerland und Westerwald. Fehlt Ihre Frage, rufen Sie an.
Stand: September 2026. Rechtliche Angaben und Regelwerke ändern
sich, prüfen Sie im Zweifel die unten genannten Quellen.
Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher im Siegerland?
Einen belastbaren Preis kann Ihnen niemand nennen, ohne Ihr Dach und Ihren Zählerschrank gesehen zu haben, und wir tun es deshalb auch nicht. Den Preis bestimmen vor allem vier Dinge: die Größe der Anlage in Kilowatt-Peak, ob ein Speicher dazukommt und wie groß er ist, der Montageaufwand auf Ihrem Dach (Ziegel, Blech, Flachdach, Gerüst) und der Zustand Ihres Zählerschranks, der oft erneuert werden muss. Wir sehen uns diese vier Punkte an und schreiben in das Angebot, welche Geräte und Arbeiten enthalten sind.
Wie viel Strom bringt eine Photovoltaikanlage im Siegerland und Westerwald?
Als Orientierung liefert eine gut ausgerichtete Anlage in dieser Region etwa 850 bis 1.000 Kilowattstunden je installiertem Kilowatt-Peak und Jahr. Die Globalstrahlung liegt im Sieg- und Westerwaldgebiet im langjährigen Mittel bei rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, das ist weniger als am Oberrhein und mehr als oft angenommen. Die Strahlungskarten des Deutschen Wetterdienstes weisen diese Werte für die Region aus, und mit dem Werkzeug PVGIS der Europäischen Kommission lässt sich der Ertrag für eine konkrete Adresse nachrechnen. Was Ihr Dach daraus macht, hängt von Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Nord- und Ostlagen sowie ein Hang oder hohe Bäume verschieben das Ergebnis deutlich, deshalb rechnen wir es für Ihr Dach und nicht für einen Durchschnitt.
Lohnt sich Photovoltaik im Westerwald überhaupt, wir haben doch wenig Sonne?
Ja, die Strahlungsmenge in dieser Region reicht für eine sinnvolle Anlage aus. Photovoltaikmodule brauchen Helligkeit, keine Wärme, und liefern auch bei bedecktem Himmel Strom, nur weniger. Entscheidender als die Region ist, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst verbrauchen: Wer tagsüber zu Hause ist, ein Elektroauto lädt oder eine Wärmepumpe betreibt, nutzt mehr davon direkt. Genau das schauen wir uns vor der Auslegung an.
Lohnt sich eine PV-Anlage auch ohne Speicher?
Ja, eine PV-Anlage funktioniert ohne Speicher vollständig, der überschüssige Strom geht dann ins Netz. Ob sich ein Speicher für Sie rechnet, hängt vor allem davon ab, wann Sie Strom brauchen. Wer tagsüber viel verbraucht, hat andere Voraussetzungen als jemand, der erst abends nach Hause kommt. Wir rechnen Ihnen beide Varianten durch, bevor Sie sich entscheiden.
Muss ich meine Photovoltaikanlage anmelden?
Ja, zweifach. Jede Anlage muss beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden, und sie muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden, und zwar innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die Frist ergibt sich aus der Marktstammdatenregisterverordnung. Wer welcher Netzbetreiber ist, hängt bei uns am Ort ab: Zwischen dem Kreis Altenkirchen und dem Kreis Siegen-Wittgenstein verläuft eine Landesgrenze, und die Zuständigkeiten sind entsprechend unterschiedlich. Wir klären das für Ihre Adresse und übernehmen die Anmeldung beim Netzbetreiber.
Gibt es Förderung für Photovoltaik in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen?
Förderung kann aus drei Richtungen kommen: vom Bund, vom Land und von Ihrer Kommune oder Ihrem Stadtwerk. Diese Programme ändern sich laufend, weshalb wir hier bewusst keine Beträge nennen, die nächstes Jahr falsch sind. Die für alle geltende Grundlage ist die Einspeisevergütung nach dem EEG, deren aktuelle Sätze die Bundesnetzagentur unter „EEG-Förderung" fortlaufend veröffentlicht. Beim Angebot prüfen wir den Stand für Ihre Adresse mit, und Sie sollten zusätzlich bei Ihrer Gemeinde nachfragen, weil kommunale Zuschüsse selten gut auffindbar sind.
Habe ich mit einem Stromspeicher bei einem Stromausfall noch Strom?
Nein, nicht automatisch. Eine normale PV-Anlage schaltet sich bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab, und ein Speicher allein ändert daran nichts. Dafür muss die Anlage ausdrücklich für Ersatzstrom oder Notstrom ausgelegt und entsprechend verschaltet sein. Wenn Ihnen das wichtig ist, sagen Sie es bitte schon bei der Planung, nachträglich wird es aufwendiger.
Kann eine bestehende PV-Anlage erweitert oder mit einem Speicher nachgerüstet werden?
In vielen Fällen ja, es hängt aber an Ihrem Wechselrichter. Hilfreich sind Angaben zum Hersteller, zum Wechselrichtertyp und zur bisherigen Leistung sowie die Unterlagen der Anlage. Bevor ein Speicher oder eine Wallbox dazukommt, prüfen wir, ob die Geräte miteinander kommunizieren können. Manchmal ist ein zusätzlicher Speicher mit eigenem Wechselrichter der einfachere Weg als der Tausch der ganzen Anlage.
Arbeiten Sie auch in Siegen, Kreuztal und Netphen?
Ja. Unser Betrieb sitzt in Kirchen (Sieg), von dort sind es rund 12 km Luftlinie nach Siegen, 18 km nach Kreuztal und 19 km nach Netphen. Auch Freudenberg (9 km), Wilnsdorf (16 km), Neunkirchen im Siegerland (17 km) und Burbach (17 km) liegen im Einsatzgebiet, ebenso die Westerwaldseite mit Betzdorf, Wissen, Herdorf, Daaden und Altenkirchen. Wenn Ihr Ort nicht dabei ist, fragen Sie kurz nach.
Quellen zu den Regelangaben auf dieser Seite